Bildformate verstehen – Was passt wann? Unterschiede zwischen JPEG, WebP, PNG, TIFF, EPS und SVG
- ByNano GmbH

- 27. Nov. 2025
- 3 Min. Lesezeit
Ein kurzer Guide für dich
Mit diesem kurzen Guide bist du bestens gerüstet — und kannst für jedes Projekt das passende Format wählen.
Bilder sind überall: auf der Website, in Social-Media-Posts, in Flyern, Präsentationen oder der Arbeitsdokumentation. Doch nicht jedes Bildformat ist für jeden Zweck gleich gut – das falsche Format kann Ladezeiten ruinieren, Bilder unscharf machen oder unnötig Speicher verbrauchen. Bei ByNano möchten wir, dass unsere Bilder immer optimal aussehen – und genau deshalb lohnt sich ein bisschen Wissen über Formate wie JPEG, PNG, WebP, TIFF, EPS oder SVG.
Raster vs. Vektor – der Grundunterschied
Bevor wir uns einzelne Formate anschauen, ein ganz wichtiger Punkt: Es gibt zwei große Gruppen von Bilddateien.

Rastergrafiken bestehen aus Pixeln. Bekannte Formate sind JPEG, PNG, WebP, TIFF.
Vergrößerst du sie, kann das Bild unscharf oder „verpixelt“ wirken.
Vektorgrafiken bestehen aus mathematischen Beschreibungen von Linien, Kurven und Formen. Bekannte Formate sind EPS und SVG. Diese kannst du beliebig skalieren – das Bild bleibt immer scharf
Merke:
Für Logos, Icons oder Illustrationen mit klaren Formen sind Vektorgrafiken perfekt. Für Fotos, detailreiche Bilder oder fotorealistische Darstellungen sind Rasterformate besser geeignet.
JPEG

JPEG ist eines der bekanntesten und am meisten genutzten Rasterformate, speziell für Fotos.
Es verwendet verlustbehaftete Kompression: Die Dateigröße wird stark reduziert, aber das Bild kann dadurch – je nach Kompressionsstufe – an Qualität verlieren.
Vorteil: JPEGs sind platzsparend, schnell ladbar und universell kompatibel – ideal für fotoreiche Inhalte auf Websites oder Social Media.
Nachteil: Kein transparenter Hintergrund, und bei mehrfacher Bearbeitung oder starker Kompression kann die Bildqualität leiden.
Empfehlung für Projektreferenzen, Teamfotos oder Fotos von Baustellen und Bauprojekten eignet sich JPEG besonders gut – wenn du eine gute Balance zwischen Qualität und Dateigröße brauchst.
PNG
PNG ist ebenfalls ein Rasterformat, aber mit verlustfreier Kompression – die Bildqualität bleibt erhalten, auch nach mehrfacher Bearbeitung.
PNG unterstützt Transparenz – perfekt, wenn du Logos oder Icons auf verschiedenfarbige Hintergründe legen möchtest.
Besonders geeignet für Grafiken, Illustrationen, Icons oder Bilder mit flächigen Farben und klaren Konturen.
Nachteil: PNG-Dateien können – je nach Bild – größer sein als JPEGs, was die Ladezeiten beeinflussen kann.

Empfehlung: Bei Logos, Infografiken, Icons oder Bildern mit transparenten Hintergründen ist PNG oft die beste Wahl.
WebP

WebP ist ein modernes Bildformat, entwickelt u.a. von Google. Es kombiniert viele Vorteile: kleine Dateigröße, gute Qualität und ggf. Transparenz.
Es unterstützt sowohl verlustfreie als auch verlustbehaftete Kompression – flexibel je nach Bedarf.
Durch kleinere Dateigröße und gute Qualität sind WebP-Bilder ideal für Web-Projekte, Galerien oder Social Media – besonders wenn Ladezeit und Performance wichtig sind.
Potenzieller Nachteil: Manche ältere Programme oder Browser könnten WebP nicht unterstützen – das sollte vor dem Einsatz geprüft werden.
Empfehlung für deine Web-Projekte, Blogbeiträge oder Online-Galerien ist WebP eine sehr gute Wahl – wenn du Dateien klein, Seiten schnell und Bilder trotzdem hochwertig halten willst.
TIFF

TIFF ist ein Rasterformat, das – je nach Einstellung – komprimiert oder unkomprimiert sein kann. Bei unkomprimiert bleibt die Bildqualität maximal erhalten.
Es eignet sich besonders gut für hochwertige Drucke, Fotovorlagen oder professionelle Bearbeitung.
Vorteil: Sehr hohe Qualität, bestens geeignet für Archivierung, Druck oder wenn das Bild später noch verarbeitet werden soll.
Nachteil: Große Dateien, nicht ideal, wenn Speicherplatz oder Ladezeiten kritisch sind.
Empfehlung: Wenn du Bilder für hochwertige Drucksachen, Präsentationen oder Archive brauchst – etwa Projekt-Dokumentation oder Druckprospekt – ist TIFF eine gute Wahl.
EPS & SVG – Vektorformate
EPS und SVG sind typische Vektorformate – das heißt: Sie skalierbar ohne Qualitätsverlust. Egal ob klein als Icon oder riesig als Plakat – das Ergebnis bleibt scharf.
Diese Formate sind ideal für Logos, Icons, Illustrationen oder Design-Elemente, die flexibel eingesetzt werden sollen — digital wie im Druck.
SVG hat zusätzlich den Vorteil, dass es besonders gut mit modernen Web-Designs und responsiven Seiten harmoniert.
Nachteil: Nicht geeignet für Fotos oder Bilder mit komplexen Farbverläufen und vielen Details – da fehlt einfach die Bildstruktur.
Empfehlung für euer Logo, Icons, schematische Darstellungen, Illustrationen oder Design-Elemente sind EPS/SVG erste Wahl – vor allem wenn du maximal flexible Skalierung brauchst.
Meine Empfehlung – Was benutzt du wann?
Anwendungsfall | Bestes Format |
Fotos von Projekten, Baustellen, Team, Referenzen | JPEG (für Web) oder TIFF (für Druck / Archiv) |
Logos, Icons, Illustrationen, Grafiken | PNG (Web), SVG oder EPS (skalierbar / flexibel) |
Web-Galerien / Blog & Social Media (mit vielen Bildern) | WebP (für Performance + Qualität) |
Druckmaterialien, Prospekte, Flyer, Präsentationen | TIFF (hohe Qualität), EPS/SVG (Grafiken / Logos) |
So kannst du sicherstellen, dass eure Bilder immer optimal aussehen — ohne unnötig Speicher zu verschwenden und mit der bestmöglichen Performance für Web und Print.
Es gibt nicht „das eine“ Format
Es gibt kein Universalfomat, das für alles perfekt ist. Vielmehr entscheidet der Einsatzzweck. Für die bedeutet das:
Für Fotos und schnelle Web-Nutzung: JPEG oder WebP.
Für Icons, Logos, Logos auf verschiedenen Hintergründen: PNG oder SVG.
Für Druck oder hochwertige Präsentationen: TIFF oder EPS/SVG.




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